Yuko Abe-Haueis
Künstlerbiographien 2011


Yuko Abe-Haueis Die in Japan geborene Pianistin Yuko Abe-Haueis studierte Klavier bei Sakiko Nagayo an der Senzoku Musikhochschule in Tokio, Japan. 1993 gewann sie im Kammermusikvorspiel für junge Musiker in Kanagawa. 1994 folgte die erste Konzerteinladung zum Gedächtniskonzert des Takahata - Musiksaals. Yuko Abe-Haueis konzertierte anschließend in Tokio, Kanagawa, Chiba, Ishikawa, Yamagata und Niigata. Es folgte ein auf historische Tasteninstrumente spezialisiertes Studium in Europa. Im Mittelpunkt stand dabei das Studium des Fortepiano bei Eduardo Torbianeli und Johann Sonnleitner. Außerdem vertiefte sie Cembalo und Basso continuo bei Gottfried Bach, Johann Sonnleitner, Margarete Kopelent an der Schola Cantorum Basiliensis und Musikhochschule Zürich. Meisterkurse absolvierte sie für Fortepiano bei Andreas Staier und Eckart Sellheim und für Cembalo bei Robert Kohnen.

Yuko Abe-Haueis konzertiert in Solokonzerten und Kammermusikabenden auf dem Klavier, dem Hammerflügel und dem Cembalo in Deutschland, Schweiz, Frankreich, Niederlande, USA, Japan. Als Interpretin setzt Yuko Abe-Haueis sich besonders mit der Aufführungspraxis der Musik des 18. und 19. Jahrhunderts auseinander. Zusätzlich arbeitet sie als Solistin und Liedbegleiterin mit zeitgenössischen Komponisten und konzertierte mit dem JFC - "The Japan Foundation of Composers". Dabei reizt sie besonders, mit den Klangfarben historischer Tasteninstrumente zeitgenössische Kompositionen auszufüllen. 2010 rief Yuko Abe-Haueis gemeinsam mit Johann Sonnleitner das 1. Hammerflügel-Festival Stuttgart ins Leben.


Christine Schornsheim

Christine Schornsheim Christine Schornsheim trat unter Dirigenten wie Sir Georg Solti, Seiji Ozawa, Claudio Abbado, Leopold Hager, Peter Schreier, Markus Creed, Georg Christoph Biller, Hellmuth Rilling, Gilbert Varga, Hermann Max sowie Christoph Poppen auf.

Seit 1985 ist Christine Schornsheim zunehmend als Solistin am Cembalo und Hammerflügel Gast bei Festivals in den wichtigsten Kulturzentren Deutschlands sowie den meisten Länder Europas, Israel, Japan und den USA. Als Liedbegleiterin von Peter Schreier gab sie am Hammerflügel 1994 ihr erfolgreiches Debüt. Ihre wichtigsten musikalischen Partner sind Andreas Staier bei Konzerten an zwei Cembali, Christoph Huntgeburth, Ulla Bundies und Mary Utiger. Seit 1992 war Christine Schornsheim mehrfach Jury-Mitglied bei internationalen Cembalowettbewerben. 1999 erhielt sie den Echo-Klassikpreis für die Einspielung dreier Cembalokonzerte von C.Ph.E.Bach, W.Fr.Bach und J.Ch.Bach (erschienen bei Capriccio). Ihre Einspielung des gesamten Klavierwerkes Joseph Haydns bei Capriccio/WDR wurde in Frankreich mit dem "Diapason d'or Mai 2005" und dem "Diapason d'or Jahrespreis 2005" sowie in Deutschland mit dem "Preis der deutschen Schallplattenkritik" sowie dem "Echo Klassik 2005" ausgezeichnet.

Von 1988 bis 1992 hatte Christine Schornsheim einen Lehrauftrag für die Fächer Cembalo und Generalbass an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Im Oktober 2002 erhielt sie die Professur für Cembalo an der Hochschule für Musik und Theater in München und beendete ihre Lehrtätigkeit in Leipzig.


Johann Sonnleitner

Johann Sonnleitner ist international angesehen als Spieler historischer Tasteninstrumente. Er wurde 1941 in Österreich geboren, absolvierte ein breit gefächertes Studium an der Musikhochschule und Universität in Wien. Durch viele Jahre arbeitete er eng mit Nikolaus Harnoncourt zusammen: zuerst im "Concentus Musicus, Wien", dann am Züricher Opernhaus und als sein Assistent an der Hochschule Mozarteum in Salzburg. Seine Lehrtätigkeit begann an den Musikhochschulen in Wien und Salzburg, bis er 1979 an die Musikhochschule Zürich berufen wurde. Ausserdem unterrichtete er viele Jahre an der Schola Cantorum in Basel und an der Sommerakademie für Alte Musik in Innsbruck. Er gibt Meisterkurse an verschiedenen Musikhochschulen und ist Jury-Mitglied internationaler Wettbewerbe.

Als Komponist und Interpret setzt sich Johann Sonnleitner intensiv für neue Musik in einem "natur-tönig erweiterten" Tonsystem ein. Damit verbunden ist die Neu-Entwicklung 24-töniger Tasteninstrumente. In der Forschung widmet sich Johann Sonnleitner besonders dem Gebiet der Tempoverhältnisse in der Aufführungspraxis der Musik des 18. und 19. Jahrhunderts. Gemeinsam mit Clemens-Christoph von Gleich verfasste er das Studienwerk "Bach: Wie schnell?".
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