Referate 2010

Referat von Prof. Johann Sonnleitner, Zürich
Rätselhafte Metronom-Angaben des 19. Jahrhunderts

am 11. Juni 2010, 17 Uhr, Musikhochschule Stuttgart, Orchesterprobenraum


Wer heute versucht, originale Metronom-Angaben gewissenhaft, aber auch mit der gehörigen künstlerischen Freiheit zu realisieren, sieht sich in sehr vielen Fällen vor schier unlösbare Probleme gestellt: Probleme logischer, gefühlsmässiger oder spieltechnischer Art. Haben sich Beethoven, Czerny, Chopin, Schumann und viele andere bei m Notieren ihrer Tempi notorisch geirrt?

Ein gründliches Studium der der früheren Pendel- und Metronom-Angaben führt zu einem umgekehrten Lösungsansatz: Die originalen Angaben erweisen sich als durchaus sinnvoll, aber sie müssen differenzierter gelesen werden als es heute allgemein üblich ist. Die Frage ist: wie differenziert? Das soll im Referat an klingenden Beispielen erläutert werden.
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